Rezeptpflichtige Medikamente im Internet bestellen

08.11.2012

Gerade in einer Zeit der rasanten Expansion zahlreicher Onlineversandhandelsketten stellt sich ebenso für Patienten und Apothekenkunden die entscheidende Frage, ihre jeweilig benötigten rezeptpflichtigen Arzneien nicht bei der Apotheke im Ort, sondern einfach und bequem nach Hause liefern zu lassen. Aber funktioniert das auch rezeptpflichtigen Medikamenten?

Gerade im Hinblick der Risiken, die ein Umfeld pharmazeutischer Erzeugnisse eben mit sich bringt, sollte man hier keinesfalls unüberlegt und überhastet, sondern sehr bedacht vorgehen. Denn auch dieser Bereich des Onlineversandhandels boomt und ist dementsprechend unübersichtlich geworden.

Welche Gefahren gibt es beim Bestellen von Medikamenten im Internet?

Die Folge dieser Situation ist, dass der Patient vor allem leicht in die Fänge dubioser und betrügerischer Onlineapotheken geraten kann. Das Ergebnis davon ist im schlimmsten Falle, dass man ein wirkungsloses und damit nutzloses Präparat erhält oder sogar mit strafrechtlicher Verfolgung wegen unerlaubter Einfuhr von Arzneimitteln rechnen muss.

Welche Regeln gelten für Online-Apotheken?

Ein Rezept
Nur mit einem solchen Rezept vom Arzt dürfen Apotheker rezeptpflichtige Medikamente aushändigen.

Will man Arzneimittel aus der Versandapotheke bestellen, gilt im Prinzip dasselbe gesetzliche Regelwerk, dass für herkömmliche Vor-Ort-Apotheken Geltung hat. Mitumfasst hierbei ist auch die Rezeptpflicht gewisser Medikamente. In jedem Fall muss das Rezept also während des Bestellvorganges nachgewiesen werden. Die Finger sollte man also von solchen Versandapotheken lassen, die Medikamente, obwohl rezeptpflichtig, einfach ohne Rezept versenden wollen. Hier verlässt man nämlich, sofern man die Bestellung tätigt, meistens den legalen Rahmen und das Szenario hat nunmehr strafrechtlichen Charakter - für die Apotheke ebenso wie für den Kunden.

Solche Horrorszenarien stellen aber sicherlich nicht den Regelfall dar. Vielmehr beschränkt sich die Anzahl der schwarzen Schafe im Bereich Onlineapotheke auf eine relativ kleine Zahl.

Hat das Bestellen im Internet Vorteile?

Eines ist klar: Der Erwerb der benötigten rezeptpflichtigen Medikamente via world wide web bietet auch einige Vorteile für den Besteller.

Wer will schon gerne beim Apotheker vor Ort, den man im schlimmsten Fall noch persönlich kennt, die vom Hausarzt verschriebene Arznei gegen eine Potenzstörung oder einer erektiler Dysfunktion abholen? Vor solchen sehr persönlichen Problemen bzw. Erkrankungen ist schließlich niemand gefeit; weshalb sollte man den Patienten dann nicht solche unangenehmen, oftmals mit Scham verbundenen Situationen ersparen?

Denn dasselbe via Internet in der Onlineapotheke bestellt, ist um einiges angenehmer für den Patienten.

Ebenso muss man hierbei an solche Patienten denken, die aufgrund ihrer Erkrankung oder eines fortgeschrittenen Alters selbst nicht mehr mobil sind. Diese können leichter via heimischen PC oder Laptop ihre benötigten Medikamente in der Onlineversandapotheke bestellen, welche auch in Folge direkt und prompt geliefert wird. Auch so erspart man dem Patient lästige Umstände.

Abschließend muss noch erwähnt werden, dass - entgegen vieler Behauptungen - der Versand über das Internet durch Onlineapotheken keineswegs teurer sein muss als eine Selbstabholung vor Ort. Viele Onlineapotheken bieten mittlerweile sogar versandkostenfreie Lieferung an.